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Scheibendoktor Augsburg Die wichtigsten Begriffe zum Thema Autoscheiben verständlich erklärt

Die wichtigsten Begriffe zum Thema Autoscheiben verständlich erklärt

26. Dezember 2016

Automobile sind komplexe Gebilde mit einer Vielzahl von verschiedenen mechanischen und elektronischen Bauteilen. Auch die Autoscheiben, wie beispielsweise die Windschutzscheibe, bestehen aus mehr als nur einfachem Scheibenglas. Für Laien ist es daher schwierig, sich immer unter den vielen wichtigen Fachbegriffen aus dem Bereich der Autoscheiben zurechtzufinden. Die wichtigsten Begriffe zu Windschutzscheibe und Co. finden Sie daher an dieser Stelle kurz und verständlich erklärt.

 

Autoklav

Ein Autoklav ist ein Vakuumofen zur Herstellung von Verbundwerkstoffen. Unter Druck und hohen Temperaturen werden hierbei verschiedene Materialien zu einem neuen Werkstoff förmlich zusammengebacken. Diese Methode kommt unter anderem auch bei der Herstellung von Verbundsicherheitsglas zum Einsatz.

 

Bandfilter

Der Bandfilter – auch Keil genannt – befindet sich am oberen Rand der Windschutzscheibe und fungiert als Sonnenblende für den Fahrer. Hierfür ist der obere Teil der Verbundfolie des Verbundsicherheitsglases dunkler getönt, wobei der Farbverlauf von oben nach unten heller wird.

 

Beschlagsensor

Der Beschlagsensor soll dem Beschlagen der Windschutzscheibe vorbeugen noch bevor dieses für den Fahrer sichtbar wird. Mittels Infrarotsensoren wird die Temperatur der Scheibe gemessen. Dieser Wert wird mit der über den Feuchtesensor ermittelten Luftfeuchte in Beziehung gesetzt und so ermittelt, ab wann das Fahrzeug über die Klimaautomatik bzw. die Scheibenheizung dem Beschlagen der Scheibe entgegensteuern muss.

 

ECE-Norm

Die sogenannte ECE-Norm (ECE steht für Economic Comission for Europe) regelt den einheitlichen Erlass technischer Vorschriften und findet vor allem im Kraftfahrzeugbereich Anwendung. Damit soll die Gegenseitige Anerkennung und Zulassung von technischen Bauteilen ermöglicht werden. Bauteile, für die eine ECE-Genehmigung erteilt wurde, sind durch eine E-Nummer gekennzeichnet. Auch bei vielen Autoscheiben findet sich eine solche Nummer wobei das Kürzel E1 für Deutschland steht, gefolgt von einer Nummer für die Richtlinie sowie einer Genehmigungsnummer.

 

Einscheibensicherheitsglas

Einscheibensicherheitsglas (ESG) besteht im Gegensatz zum Verbundglas – wie der Name bereits besagt – aus nur einer Scheibe. Nach der Herstellung des Glases wird dieses nachbehandelt. Dabei wird das Glas gebogen und nach nochmaligem starken Erhitzen rasch abgekühlt. Die dabei entstehenden Spannungen im Glas machen es sehr belastbar. Nachträgliche Bearbeitungen wie Gravuren oder Bohrungen toleriert das Glas jedoch nicht. Beim Bruch zerfällt das Glas in zahlreiche kleine – jedoch nicht scharfkantige ¬– Krümel. Einscheibensicherheitsglas wird häufig bei Seitenscheiben oder der Heckscheibe eingesetzt.

 

Head-Up-Display

Das Head-Up-Display projiziert wichtige Informationen auf die Windschutzscheibe direkt in das Sichtfeld des Fahrers. Hierzu können Navigations- und Warnhinweise oder auch die aktuelle Geschwindigkeit zählen. Der Vorteil eines Head-Up-Displays ist, dass der Fahrer nicht mehr den Blick vom Straßenverkehr abwenden muss, um diese Informationen – beispielsweise vom Armaturenbrett – abzulesen.

 

Keder

Der Keder oder auch Einreißfüller wird umlaufend in eine dafür vorgesehene Aussparung des Scheibengummis eingebracht. Das Gummi- oder Kunststoffprofil spreizt den Scheibengummi auseinander und sorgt so für eine stabile und sichere Verbindung zwischen Scheibe und Karosserie. Der Keder wird mit Hilfe eines Spezialwerkzeuges mit der Scheibe verbunden.

 

Lichtdurchlässigkeit

Die Lichtdurchlässigkeit gibt an, wie viel Licht durch eine Scheibe dringen kann. Dabei darf die Lichtdurchlässigkeit – z.B. durch Tönungsfolien – bei Fahrzeugscheiben einen Grenzwert von 70 Prozent nicht unterschreiten. Ältere Regelungen setzten für die Windschutzscheibe sogar einen Grenzwert von 75 Prozent an.

 

Lichtsensor

Der Lichtsensor regelt das automatische Ein- und Ausschalten des Fahrlichts bei wechselnden Lichtverhältnissen. Er ist meist innen an der Windschutzscheibe angebracht.

 

Polyvinylbutyral

Die Folie, welche bei der Herstellung von Verbundsicherheitsglas zwischen die Scheiben eingebracht wird, besteht sehr oft aus Polyvinylbutyral (kurz PVB). Dieses zeichnet sich durch eine sehr hohe Reißfestigkeit aus und sorgt so dafür, dass keine herumfliegenden Splitter die Fahrzeuginsassen verletzen können.

 

Regensensor

Der Regensensor steuert je nach Wassermenge, welche auf die Windschutzscheibe trifft, automatisch die Aktivität der Scheibenwischer. Der Sensor befindet sich innen an der Windschutzscheibe und arbeitet mittels eines Infrarotsensors. Je nach Feuchtigkeit der Scheibe wird dabei ein ausgesendetes Infrarotsignal anders reflektiert und liefert so die nötigen Informationen zur Steuerung der Scheibenwischer.

 

Steinschlag

Bei Steinschlag wird das Autoglas durch einen kleinen Stein oder einen anderen spitzen Gegenstand beschädigt. Auch wenn der Schaden zuerst nur sehr klein und nicht störend erscheinen mag, verändert die Beschädigung die Spannungsverhältnisse der Scheibe. Dies kann im späteren Verlauf zum kompletten Bruch der Scheibe führen und sollte daher zeitnah behoben werden. Befindet sich der Steinschlag im Sichtfeld des Fahrers ist eine Behebung sogar vorgeschrieben.

 

Verbundsicherheitsglas

Im Gegensatz zum Einscheibensicherheitsglas besteht Verbundsicherheitsglas (VSG) aus mindestens zwei Flachglasscheiben, welche durch eine zähelastische Kunststofffolie miteinander verbunden werden. Die Folie verhindert bei einem Bruch das Auseinanderfallen der Scheibe, indem die Glassplitter durch die Folie zusammengehalten werden und die Verletzungsgefahr damit erheblich gesenkt wird. Bei Windschutzscheiben ist die Verwendung von Verbundsicherheitsglas fest vorgeschrieben, jedoch finden sich inzwischen auch bei anderen Autoscheiben inzwischen immer häufiger VSG-Scheiben. Ein weiterer Vorteil von Verbundsicherheitsglas ist, dass Erweiterungen wie eine Scheibenheizung oder auch eine Scheibenantenne einfach integriert werden können.

 

Wärmedämmendes Glas

Ein wärmedämmender Effekt kann derzeit nur bei speziell bearbeitetem Verbundsicherheitsglas festgestellt werden. Versuche mit Tönungsfolien und anderen Hilfsmitteln bei Einheitssicherheitsglas einen wärmedämmenden Effekt herzustellen, führten bisher zu keinen Ergebnissen mit messbaren Unterschieden. Beim Verbundsicherheitsglas wird zur Erzeugung eines wärmedämmenden Effekts die Innenseite der äußeren Scheibe mit einer dünnen, transparenten Metallschicht überzogen. Diese vermindert die einfallende Sonnenenergie und die damit verbundene Erhitzung des Fahrzeuginnenraumes.

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